Tobi greener

Tobi greener | Bunteinsatzhärtung (Color case Hardening)

 

Anfang des 19. Jahrhunderts war die typische Bunthärtung des Metalls, welche durch den Einsatz der tierischen Kohle verursacht wurde, eher unerwünscht. Sie wurde meistens entfernt. Erst Mitte des 19ten Jahrhunderts wurde die Bunthärtung zu einem sicheren Zeichen, dass das Bauteil gehärtet wurde. Die Kunden achteten nun verstärkt darauf, diese Färbung zumindest an den beanspruchten Stellen noch zu sehen. Englische Hersteller entfernten deshalb die Bunthärtung durch Beizen und Polieren nur noch an den sichtbaren Außenseiten. Abzugbügel, Schlossbleche oder der Stoßboden der Baskule behielten fortan ihre Bunthärtung.

Das vollständige Belassen der Einsatzfarben wurde in den USA ab 1860 bei den meisten Militärkarabinern Standard. Colt ließ als Qualitätsmerkmal bereits ab 1836 die Einsatzfarben an seinen Revolvern bestehen.

Militärgewehre wurden zumeist nur sehr halbherzig buntgehärtet. Wie bei buntgehärtetem Werkzeug auch, wurde bei diesen kein Wert auf eine schöne Farbverteilung und Ausbeute gelegt. Bei Jagd- und Sportwaffenherstellern wurde hingegen besonders auf eine ästhetische Bunthärtung und eine stetig verbesserte Farbgestaltung geachtet. Englische Büchsenmacher bewiesen hier einen besonderen Geschmack, indem sie so lange experimentierten, bis sie einen leuchtenden aber dezenten Farbton gezielt herstellen konnten. Für die englische Bunthärtung ist die braunen, blauen und hellblauen Farbflecken daher charakteristisch.

Neben dem verwendeten Einsatzmittel ist das zu härtende Material für die Farbgebung wichtig. Nach einer Faustregel stehen die Qualität von Einsatzstahl und Farbgebung in einem umgekehrten Verhältnis zueinander: Je hochwertiger der Stahl ist, desto schlechter ist seine Farbgebung beim Bunthärtung. Besonders schöne Farben lassen sich daher mit einfacheren Stählen erzielen.

Bunthärtung bei Tobi greener

Die schönsten Einsatzfarben bei der Bunthärtung hat unser langjähriger Büchsenmachermeister stets auf Systemkästen aus dem 19. Jahrhundert erzeugen können.

Die von uns heute beauftragten Büchsenmachermeister können heute eine außergewöhnlich elegante Oberflächenvergütung erzeugen. Dies wird für alte wie für neue Waffenteile angeboten. Wir führen auch alle notwendigen Vorarbeiten, wie beispielsweise das Weichglühen oder das Polieren, durch.

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