Tobi greener

Toby greener | Schäften – Neuschäftung

 

Funktionale Ästhetik mit höchster, individueller Qualität - das zeichnet ein handgefertigtes Gewehr aus. Neben den besonderen Kenntnissen rund um die metallischen Komponenten, erfordert die Bearbeitung des Schaftholzes mindestens ebenso viel Wissen und Können. Der "Schäfter" war deshalb bis 1959 in der Bundesrepublik Deutschland ein eigenständiger Lehrberuf. Im Schäften, diesem besonderen Schnitzerhandwerk,  konnte auch eine Meisterprüfung abgelegt werden. Herbert Drisinger, der letzte Meister dieses Faches, arbeitete bis zum Jahr 2000 in Ulm.

Die Kunst der Fertigung einer fachgerechten Schäftung besteht darin, sich bei der Arbeit Zeit zu lassen. Mangelnde Konzentration oder durch falsche Eile zu viel abgenommenes Holz ruinieren in der Regel das ganze Werkstück. Neben den Arbeitsstunden ist dann auch das teure Schaftholz verloren. Stets einwandfrei scharfes Werkzeug ist deshalb die Grundausrüstung beim Schäften. Der Pflege des Werkzeugs muss der Schäfter fast ebenso viel Aufmersamkeit widmen, wie seiner eigentlichen Arbeit. Das permanente, gewissenhafte Nachschärfen während der Schäftung, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Qualität des Ergebnisses. Das Schäften ist deshalb keine Arbeit für Laien. Nur ausgewiesene Fachkräfte mit der entsprechenden Ausbildung und Erfahrung sind in der Lage, korrekt geschäftete Fassungen für Gewehrläufe herzustellen.

Der Lehrberuf des "Schäfter" wird heute nicht mehr separat ausgebildet. Da die gelernten Schäfter fast alle in den Ruhestand gegangen sind, übernehmen heute viele Büchsenmacher das Schäften als Dienstleistungsangebot. Mit einer Lehre zum Büchsenmacher kann heute ebenfalls die Berufsbezeichnung zum "Schäfter" verwendet werden. Viele Büchsenmacher haben sich deshalb heute auf das Schäften spezialisiert. Eine erstklassige Schäftung ist jedoch auch eine Frage der verwendeten Materialien.

Heute noch gebräuchliche Werkstoffe für eine hochwertige Schäftung sind Buchenholz, Kirschholz, Ahorn, Ebenholz und stellenweise sogar noch Elfenbein. Ideal zum Schäften ist jedoch Nussholz. Das Holz von Nussbäumen bietet in den Aspekten Widerstandskraft, Elastizität und Ästhetik hervorragende Eigenschaften: Es ist hart genug, um auch im intensiven Jagdgebrauch eingesetzt zu werden. Bruch- und Rissbildungen durch Abschüsse sind bei Nussholz nicht zu befürchten, da es ausreichend flexibel ist. Schließlich ist es durch seine charakteristische Maserstruktur ästhetisch hervorragend für das Schäften geeignet. Besonders interessant sind die Rohlinge, welche aus dem Wurzelbereich geschnitten werden.

Neben dem korrekten Schnitt, ist die Nachbehandlung, insbesondere das Trocknen, maßgeblich für die Qualität eines Schaftholzrohlings verantwortlich. Aufgrund der hohen Preise - ein guter Rohling kann leicht über 1.000 Euro kosten - empfiehlt es sich, das Holz nur mit einer entsprechenden Garantie zu kaufen.

Wir bieten erstklassige Neuschäftungen an. Die von uns beauftragten Büchsenmacher-Meister haben langjährige Erfahrung und die Kenntnisse und Fertigkeiten, um eine Schäftung von hochwertiger Qualität mit Garantie anbieten zu können.

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